Kurz gesagt
GEO steht für Generative Engine Optimization: Eine Website so aufzustellen, dass KI-Dienste wie ChatGPT, Perplexity oder die KI-Übersichten von Google sie finden, verstehen und als Quelle nennen. Für Google gibt es dafür keine Sonderregeln. Eine Seite muss indexiert sein und mit einem Textausschnitt erscheinen dürfen, besondere Dateien oder Auszeichnungen braucht es nicht Quelle 1 . Bei ChatGPT, Claude und Perplexity entscheidet zusätzlich die Datei robots.txt, ob deren Suchcrawler Ihre Seiten lesen dürfen Quelle 3 , Quelle 4 , Quelle 5 .
Was GEO ist und was nicht
Wer heute eine Frage stellt, bekommt oft keine Liste mit Links mehr, sondern eine Antwort mit wenigen Quellen darunter. GEO fragt, wie Ihre Website zu diesen Quellen gehört. Das ist kein Ersatz für Suchmaschinenoptimierung: Google schreibt, dass die bewährten Regeln für die Suche auch für die KI-Funktionen gelten, weil diese auf denselben Ranking- und Qualitätssystemen aufbauen Quelle 2 . Viele der empfohlenen Kniffe für GEO wirken laut Google nicht, weil die Suche so nicht funktioniert Quelle 2 .
Eine feste Platzierung in KI-Antworten kann niemand zusagen. Die Antworten ändern sich von Frage zu Frage und von Tag zu Tag. Was Sie beeinflussen, sind die Voraussetzungen: ob ein Dienst Ihre Seiten lesen darf, ob er dort Text vorfindet und ob dieser Text die Frage beantwortet.
Wie KI-Dienste an Ihre Inhalte kommen
Die großen Anbieter trennen ihre Crawler nach Zweck. Ein Crawler sammelt Seiten für die Suche und die Antworten, ein anderer für das Training künftiger Sprachmodelle (was ein Sprachmodell ist). Beides lässt sich in der robots.txt getrennt steuern (Stand: Oktober 2026).
| Dienst | Für Suche und Antworten | Für das Training | Wenn Sie den Suchcrawler sperren |
|---|---|---|---|
| Google (KI-Übersichten, KI-Modus) | Derselbe Crawler wie für die normale Suche Quelle 1 | Google-Extended Quelle 6 | Google-Extended zu sperren ändert nichts an der Google-Suche Quelle 6 |
| ChatGPT | OAI-SearchBot Quelle 3 | GPTBot Quelle 3 | Die Seiten erscheinen nicht in den Antworten der ChatGPT-Suche Quelle 3 |
| Claude | Claude-SearchBot Quelle 4 | ClaudeBot Quelle 4 | Die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen kann sinken Quelle 4 |
| Perplexity | PerplexityBot Quelle 5 | PerplexityBot dient laut Perplexity nicht dem Training Quelle 5 | Perplexity empfiehlt, PerplexityBot zuzulassen Quelle 5 |
Daraus folgen drei Punkte:
- Training und Suche sind getrennt. Sie können die Crawler für das Training sperren und trotzdem in der KI-Suche auftauchen. OpenAI nennt genau dieses Beispiel Quelle 3 .
- Änderungen brauchen Zeit. OpenAI und Perplexity rechnen mit bis zu 24 Stunden, bis eine geänderte robots.txt wirkt Quelle 3 , Quelle 5 .
- Die robots.txt ist keine Zugangssperre. Sie ist eine Bitte an Crawler, keine Zugriffskontrolle Quelle 7 . Ruft ein Nutzer eine Seite gezielt über ChatGPT oder Perplexity ab, gelten die Regeln dort womöglich nicht Quelle 3 , Quelle 5 .
Wir lassen auf akuma-digital.de alle Crawler zu, die KI-Suchdienste eingeschlossen. Für eine Website, die gefunden werden soll, ist das der naheliegende Weg; sperren sollten Sie nur, was Sie bewusst nicht teilen wollen.
Was Sie auf Ihrer Website tun können
Indexierbar und zitierfähig sein
Für Googles KI-Funktionen gilt dieselbe Grundlage wie für die normale Suche: Die Seite muss indexiert sein und mit einem Textausschnitt erscheinen dürfen. Mit nosnippet, max-snippet oder noindex begrenzen Sie, was Google aus Ihren Seiten zeigt
Quelle 1
. Prüfen Sie deshalb, ob solche Angaben auf Seiten stehen, die gefunden werden sollen.
Text dorthin, wo er gelesen wird
Steht der wichtigste Text erst nach dem Ausführen von JavaScript auf der Seite, hängt alles davon ab, ob ein Dienst das Skript ausführt. Sicherer ist, wenn der Text schon in der Seite steht, die der Server ausliefert. Ob das bei Ihrer Website so ist, misst der kostenlose Website-Check.
Die Frage zuerst beantworten
Eine Seite, die eine Frage gleich zu Beginn in zwei, drei Sätzen beantwortet, hilft zuerst Ihren Besuchern. Wir beginnen deshalb jeden Ratgeber mit einem Absatz „Kurz gesagt“. In kleine Häppchen zerlegen müssen Sie Ihre Texte für KI-Dienste nicht; Google sagt ausdrücklich, dass es dafür keine Vorgabe gibt Quelle 2 . Wichtiger sind konkrete Angaben: Preise, Abläufe, Ort und Ansprechpartner, so wie sie auch ein Kunde wissen will.
Strukturierte Daten nur für Sichtbares
Für die KI-Funktionen von Google sind strukturierte Daten keine Voraussetzung. Für die normalen Suchergebnisse bleiben sie sinnvoll Quelle 2 . Auszeichnen dürfen Sie nur, was auf der Seite auch zu sehen ist Quelle 8 .
Einträge außerhalb der eigenen Website pflegen
KI-Antworten stützen sich nicht nur auf Ihre Website. Bing empfiehlt Betrieben vor Ort einen Eintrag bei Bing Places, damit Adresse, Öffnungszeiten und Kontaktdaten aktuell sind und in KI-Antworten einfließen können Quelle 9 . Für Google übernimmt das Ihr Unternehmensprofil; was es leistet und wann es die Website nicht ersetzt, steht im Ratgeber Website, Instagram oder Google-Unternehmensprofil.
Eine eigene Stichprobe in Perplexity vom 22.09.2026 zeigt, warum das zählt: Bei einer engen Frage nach n8n-Automatisierung für Handwerksbetriebe in Thüringen tauchte Akuma Digital in der Antwort auf. Bei der allgemeinen Frage nach einer Webdesign-Agentur in Gera nannte die Antwort andere Anbieter und stützte sich dabei auf ein Agenturverzeichnis. Eine Stichprobe ist kein Messergebnis, sie zeigt aber, woher solche Antworten ihre Namen nehmen.
Was bringt eine llms.txt?
Die llms.txt ist ein Vorschlag von Jeremy Howard aus dem Jahr 2024: eine Datei im Markdown-Format unter /llms.txt, die kurz beschreibt, worum es auf der Website geht, und auf die wichtigsten Inhalte verweist
Quelle 10
. Ein verbindlicher Standard ist sie nicht.
Für Google ist die Antwort eindeutig: Die Google-Suche verwendet llms.txt nicht. Die Datei schadet und nützt der Sichtbarkeit in der Google-Suche nicht; wer sie für andere Dienste pflegen möchte, kann das tun Quelle 2 , Quelle 11 .
Wir veröffentlichen selbst eine llms.txt mit einer kurzen Beschreibung und den wichtigsten Seiten. Der Aufwand ist klein, solange sie mit der Website zusammen gepflegt wird. Eine Zusage, dass ein bestimmter KI-Dienst sie auswertet, haben wir bei keinem der großen Anbieter gefunden. Sehen Sie die Datei deshalb als Ergänzung, nicht als Hebel.
Wie Sie messen, ob sich etwas bewegt
- Google Search Console: Google verweist für die generativen KI-Funktionen auf einen eigenen Leistungsbericht in der Search Console Quelle 2 .
- Bing Webmaster Tools: Der Bericht „AI Performance“ zeigt seit Februar 2026 als Vorschau, wie Inhalte in Microsoft Copilot und in KI-Zusammenfassungen bei Bing erscheinen Quelle 9 .
- Feste Testfragen: Stellen Sie jeden Monat dieselben Fragen in ChatGPT, Perplexity und Gemini und notieren Sie Datum, Antwort und genannte Quellen. Wir führen dafür eine feste Liste von Fragen, damit sich die Durchläufe vergleichen lassen.
Eine Punktzahl für KI-Sichtbarkeit gibt es nicht, weil sie niemand seriös messen kann. Wer Ihnen eine verspricht, misst etwas anderes.
Wo Sie anfangen
- In der robots.txt prüfen, ob die Suchcrawler von Google, OpenAI, Anthropic und Perplexity Ihre Seiten lesen dürfen
- Mit dem Website-Check prüfen, ob Ihr Text ohne JavaScript lesbar ist und was Google und KI-Dienste von der Startseite sehen
- Die wichtigsten Fragen Ihrer Kunden auf der Website beantworten, mit Preisen, Ablauf und Ansprechpartner
- Unternehmensprofil bei Google und Bing Places aktuell halten
- Monatlich dieselben Testfragen stellen und notieren
Wer die Pflege nicht selbst übernehmen möchte: Zur Website-Betreuung gehören Updates, Backups und Überwachung; Inhalte und Texte ergänzen wir nach Absprache. Steht ohnehin eine neue Website an, planen wir Aufbau und Texte von Anfang an so, dass Menschen und Suchdienste dieselben Antworten finden: Website erstellen lassen.
Häufige Fragen
Was bedeutet GEO bei Websites?
GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist, eine Website so aufzustellen, dass KI-Dienste wie ChatGPT, Perplexity oder die KI-Übersichten von Google sie finden, verstehen und als Quelle nennen. Die Grundlage ist dieselbe wie bei der Suchmaschinenoptimierung.
Brauche ich für Googles KI-Übersichten eine besondere Auszeichnung?
Nein. Laut Google gibt es keine zusätzlichen Voraussetzungen und keine besonderen Dateien oder Auszeichnungen. Eine Seite muss indexiert sein und in der Google-Suche mit einem Textausschnitt erscheinen dürfen.
Hilft eine llms.txt bei Google?
Nein. Google schreibt, dass die Google-Suche llms.txt-Dateien nicht verwendet; die Datei nützt und schadet der Sichtbarkeit in der Google-Suche nicht. Für andere Dienste dürfen Sie sie trotzdem pflegen.
Kann ich das KI-Training sperren und trotzdem in ChatGPT gefunden werden?
Ja. OpenAI trennt die Crawler: GPTBot sammelt Inhalte für das Training, OAI-SearchBot für die ChatGPT-Suche. Wer GPTBot sperrt und OAI-SearchBot zulässt, kann weiter in den Antworten der ChatGPT-Suche erscheinen.
Wie lange dauert es, bis eine geänderte robots.txt bei KI-Diensten wirkt?
OpenAI und Perplexity nennen bis zu 24 Stunden. Die robots.txt ist dabei eine Bitte an Crawler und keine Zugriffssperre.
Lässt sich die Sichtbarkeit in KI-Antworten messen?
Teilweise. Google verweist auf einen eigenen Leistungsbericht für die generativen KI-Funktionen in der Search Console, Bing zeigt Nennungen in Copilot im Bericht AI Performance. Dazu helfen feste Testfragen, die Sie jeden Monat gleich stellen. Eine verlässliche Punktzahl für KI-Sichtbarkeit gibt es nicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- Google Search Central: AI features and your website
- Google Search Central: AI optimization guide
- OpenAI: Overview of OpenAI Crawlers
- Anthropic: Does Anthropic crawl data from the web, and how can site owners block the crawler?
- Perplexity: Perplexity Crawlers
- Google Search Central: Google's common crawlers (Google-Extended)
- RFC 9309: Robots Exclusion Protocol
- Google Search Central: General structured data guidelines
- Bing Webmaster Blog: Introducing AI Performance in Bing Webmaster Tools (Public Preview)
- llmstxt.org: The /llms.txt file
- Google Search Central: Latest updates (FAQ rich result, llms.txt)