Digitalisierung

Welchen Teil Ihres Betriebs Sie zuerst digitalisieren sollten.

Digitalisierung ist keine einzelne Entscheidung, sondern eine Reihenfolge. Diese Seite beschreibt, wie wir gemeinsam herausfinden, welcher Ablauf zuerst dran ist – und welcher warten kann, ohne dass etwas liegen bleibt.

Was diese Seite entscheidet – und was nicht.

Digitalisierung heißt hier: herausfinden, welches Vorhaben sich lohnt. Die Umsetzung eines ausgewählten Ablaufs läuft danach unter einem anderen Namen.

Digitalisierung
Wir sehen uns Ihre Werkzeuge und Abläufe an und ordnen, was zuerst dran ist. Das Ergebnis ist eine begründete Reihenfolge – noch keine Software.
Automatisierung
Ein ausgewählter wiederkehrender Ablauf wird umgesetzt: mit den beteiligten Systemen, den Freigaben, den Fehlerfällen und einer benannten Zuständigkeit.
Website oder Web-Anwendung
Hängt der Engpass an der Außendarstellung oder daran, dass es für eine Aufgabe schlicht kein passendes Programm gibt, gehört das Vorhaben dorthin.

Zuerst zählt, was schon läuft.

Bevor etwas Neues gebaut wird, schreiben wir auf, was da ist. Das dauert weniger lange als befürchtet und verhindert die teuerste Sorte Projekt: die Lösung für ein Problem, das anderswo sitzt.

  • Werkzeuge

    Welche Programme sind im Einsatz, wer bezahlt sie, wer kennt sie? Dazu zählen auch die Excel-Tabelle, die WhatsApp-Gruppe und der Block neben dem Telefon – sie sind Teil des Ablaufs, ob sie es sollen oder nicht.

  • Abläufe

    Wie kommt eine Anfrage herein, wer bearbeitet sie, woran hakt es? Wir gehen zwei bis drei echte Vorgänge Schritt für Schritt durch, keine Idealbeschreibung aus dem Qualitätshandbuch.

  • Übergaben

    An welchen Stellen wandern Daten von einem Programm ins nächste – von Hand, per Datei oder gar nicht? Diese Stellen sind der häufigste Fundort für vermeidbare Arbeit.

  • Zuständigkeiten

    Wer entscheidet, wer macht, und wer merkt es, wenn etwas liegen bleibt? Ohne eine Antwort darauf läuft jede Automatisierung nach ein paar Wochen ins Leere.

Woran Sie einen Engpass erkennen.

Ein Engpass meldet sich selten als Beschwerde. Er zeigt sich als Gewohnheit, über die niemand mehr redet.

Die folgenden vier Muster kommen in kleinen Betrieben immer wieder vor. Wenn Sie eines davon beim Lesen wiedererkennen, haben Sie vermutlich schon den Kandidaten für den ersten Schritt gefunden.

  • Dieselbe Angabe, dreimal getippt

    Eine Adresse steht in der Mail, im Kalender und in der Rechnung – und wurde dreimal eingegeben. Jede Wiederholung ist eine Gelegenheit für einen Zahlendreher.

  • Eine Person ist der Flaschenhals

    Ein bestimmter Schritt kann nur von einer Person erledigt werden, weil nur sie weiß, wo etwas steht. Urlaub und Krankheit machen daraus einen Stillstand.

  • Der Vorgang wartet, nicht die Arbeit

    Zwischen „Anfrage da" und „Angebot raus" liegen zwei Tage, von denen zehn Minuten Arbeit sind. Der Rest ist Liegezeit – und die sieht der Kunde.

  • Die Ausnahme ist die Regel

    „Eigentlich läuft das so, aber meistens ist es anders." Dann ist der beschriebene Ablauf nicht der echte, und eine Automatisierung des beschriebenen Ablaufs hilft niemandem.

Was zuerst? Fünf Fragen je Vorhaben.

Diese Tabelle ist die eigentliche Entscheidungshilfe. Wir gehen sie für jeden Kandidaten durch – und ein Vorhaben, das in einer Zeile klar durchfällt, wird nicht zum ersten Schritt, auch wenn es das interessanteste wäre.

Priorisierung von Digitalisierungsvorhaben nach Kriterium, Messung und Ausschlussgrund
Kriterium Was gemessen wird Woran das Vorhaben scheitert
Häufigkeit Wie oft läuft der Vorgang – pro Tag, Woche oder Monat? Gezählt, nicht geschätzt. Ein Vorgang, der viermal im Jahr vorkommt, trägt die Einrichtung selten.
Zeit je Durchlauf Wie lange dauert er heute, von der ersten Berührung bis zum Abschluss? Geschätzte Zeiten weichen regelmäßig nach unten ab. Deshalb messen wir eine Woche lang mit.
Folgen eines Fehlers Was passiert, wenn der Schritt schiefgeht: Nacharbeit, verlorener Auftrag, verärgerter Kunde? Ein Fehler ohne spürbare Folge rechtfertigt den Aufwand nicht.
Aufwand und Abhängigkeiten Welche Systeme müssen mitspielen, und gibt es dafür eine nutzbare Schnittstelle? Ein Programm ohne Schnittstelle kann den ganzen Plan umwerfen – das prüfen wir vor dem Angebot.
Zuständigkeit Wer übernimmt den Ablauf danach im Alltag und merkt, wenn er stehen bleibt? Ohne benannte Person bleibt auch ein guter Ablauf nach vier Wochen liegen.

Der erste Schritt bleibt klein, mit Absicht.

Ein begrenzter erster Schritt hat einen unbequemen Vorteil: Man sieht nach vier Wochen, ob er etwas gebracht hat. Ein großes Vorhaben verdeckt das.

  1. Ein Ablauf, nicht drei

    Wir setzen genau einen Vorgang um. Alles, was „wenn wir schon dabei sind" heißt, wird notiert und später entschieden – sonst lässt sich am Ende nicht mehr sagen, was gewirkt hat.

  2. Den Ausgangswert vorher festhalten

    Wie oft, wie lange, wie viele Rückfragen? Diese Zahlen entstehen vor der Umsetzung. Danach erhoben sind sie wertlos, weil niemand mehr den Zustand davor kennt.

  3. Den Weg ohne Automatik offen lassen

    Jeder neue Ablauf bekommt einen Rückfallweg: Was tun Sie, wenn die Technik ausfällt? Solange diese Frage keine Antwort hat, geht nichts in Betrieb.

  4. Nach vier Wochen entscheiden

    Wir vergleichen mit dem Ausgangswert und entscheiden gemeinsam: ausbauen, so lassen oder zurückbauen. Zurückbauen ist ein zulässiges Ergebnis und kommt vor.

Wer was beiträgt.

Digitalisierung ohne Mitwirkung des Betriebs gibt es nicht. Was Sie beitragen müssen, steht hier vor dem Angebot und nicht danach.

Sie: zwei echte Vorgänge
Kein Idealablauf, sondern zwei Fälle aus der letzten Woche – gern einer, bei dem etwas schiefging.
Sie: Zugänge im nötigen Umfang
Lesezugriff auf die beteiligten Programme, solange wir prüfen. Vollzugriff erst dort, wo er für die Umsetzung wirklich gebraucht wird.
Sie: eine Ansprechperson
Eine Person, die fachliche Fragen beantworten darf und für Rückfragen erreichbar ist. Bei mehreren Zuständigen dauert alles doppelt so lange.
Wir: Aufnahme und Reihenfolge
Wir schreiben die Abläufe auf, gehen die Tabelle oben durch und legen Ihnen eine begründete Reihenfolge vor – schriftlich, damit sie prüfbar ist.
Wir: Umsetzung des ersten Schritts
Einrichtung, Test mit echten Fällen, Übergabe mit einer kurzen Anleitung. Den Umfang halten wir vorher im Angebot fest.
Wir: Betreuung danach
Überwachung, Anpassungen und ein Ansprechpartner, wenn etwas klemmt. Umfang und Kosten vereinbaren wir gesondert, nicht stillschweigend.

Was wir nicht machen.

Diese Liste steht hier, damit Sie kein Gespräch führen, das für Sie nichts bringt.

  • Keine Maschinen- und Anlagensteuerung

    SPS, Produktionstechnik und Messtechnik gehören nicht zu unserem Feld. Wenn Ihr Vorhaben dort liegt, sagen wir das im Erstgespräch und nicht im Projekt.

  • Keine ERP-Einführung als Gesamtprojekt

    Wir verbinden vorhandene Systeme und bauen einzelne Anwendungen. Die Einführung einer kompletten Unternehmenssoftware ist ein anderes Vorhaben mit anderen Anbietern.

  • Keine Rechts- oder Steuerberatung

    Wir weisen auf Punkte hin, die geprüft gehören – etwa bei personenbezogenen Daten. Die Prüfung selbst gehört zu Ihrer Rechts- und Steuerberatung.

  • Keine Förderanträge

    Wir stellen keine Anträge und beraten nicht zu Programmen. Wir beschreiben das Vorhaben so, dass Sie es mit einer Förderstelle besprechen können.

Wo wir arbeiten.

Akuma Digital hat seinen Sitz in Gera und arbeitet von dort aus. Die folgenden Seiten beschreiben jeweils einen anderen Einstieg in dieselbe Arbeit – nicht ein anderes Angebot und keine weiteren Standorte.

Was im Erstgespräch passiert.

30 Minuten, per Video oder Telefon. Am Ende steht kein Angebot, sondern eine Einschätzung – die brauchen Sie zuerst.

  • Sie beschreiben zwei Abläufe, die Sie stören. Wir fragen nach, bis wir sie nachvollziehen können.
  • Wir sagen Ihnen, welcher der beiden sich eher lohnt – und wenn beide es nicht tun, sagen wir auch das.
  • Sie bekommen die Fragen mit, die Sie intern klären sollten, bevor ein Angebot überhaupt Sinn ergibt.
  • Auch ohne Auftrag haben Sie danach eine Reihenfolge, mit der Sie selbst weiterarbeiten können.

Häufige Fragen

Was kostet eine Bestandsaufnahme?

Die erste Einordnung im 30-minütigen Erstgespräch ist kostenlos. Eine vollständige Aufnahme mit Durchsprache der Abläufe, Priorisierung und schriftlicher Reihenfolge rechnen wir nach Aufwand ab; den Umfang halten wir vorher im Angebot fest. Einen Festpreis nennen wir hier nicht, weil er von der Zahl der Abläufe und der beteiligten Programme abhängt.

Müssen wir unsere vorhandene Software wechseln?

In der Regel nicht. Der erste Blick gilt den Übergaben zwischen den Programmen, die Sie bereits bezahlen und bedienen können. Ein Wechsel ist die teuerste Antwort und kommt erst infrage, wenn ein Programm die benötigte Schnittstelle nicht hat oder der Hersteller sie nur in einem anderen Tarif anbietet.

Wie lange dauert der erste Schritt?

Ein einzelner abgegrenzter Ablauf ist erfahrungsgemäß in wenigen Wochen eingerichtet, gerechnet ab dem Zeitpunkt, an dem Zugänge und Beispieldaten vorliegen. Die Bewertung folgt vier Wochen nach dem Start, weil vorher zu wenige echte Fälle durchgelaufen sind. Einen festen Termin sagen wir erst im Angebot zu.

Wir sind zu dritt. Lohnt sich das überhaupt?

Das hängt nicht an der Betriebsgröße, sondern an der Häufigkeit. Ein Vorgang, der dreimal täglich läuft, kostet in einem Dreipersonenbetrieb genauso viel Zeit wie anderswo. Umgekehrt lohnt sich in einem großen Betrieb ein seltener Vorgang trotzdem nicht. Die Tabelle oben beantwortet die Frage besser als jede Faustregel.

Können Sie garantieren, dass sich das rechnet?

Nein, und wir versuchen es auch nicht. Wir können den heutigen Aufwand mit Ihnen messen, die Kosten der Umsetzung im Angebot festhalten und beides nebeneinanderlegen. Ob die Rechnung aufgeht, zeigt der Vergleich nach vier Wochen Betrieb – vorher wäre jede Zusage geraten.

Felix am Laptop
Ihr fester Ansprechpartner Felix

Welcher Ablauf stört Sie am meisten?

Schreiben Sie mir von Ihrem Vorhaben.

Falls das Formular nicht angezeigt wird, erreichen Sie Felix auch direkt.

E-Mail schreiben

Telefon: 0174 9152726

Per WhatsApp schreiben