Welche Variante passt zu Ihrem Betrieb?

Ein Onepager passt, wenn Sie ein überschaubares Angebot für eine klar umrissene Kundengruppe vorstellen möchten. Mehrere Unterseiten sind sinnvoll, wenn unterschiedliche Leistungen eigene Erklärungen, Beispiele und Kontaktwege brauchen. Entscheidend ist, welche Fragen Ihre Kunden vor einer Anfrage beantwortet haben möchten.

Auch ein Betrieb mit zwei Mitarbeitern kann mehrere Unterseiten brauchen. Umgekehrt muss ein größeres Unternehmen für ein einzelnes Angebot keine umfangreiche Website bauen. Die Mitarbeiterzahl allein hilft bei dieser Entscheidung wenig.

Was unterscheidet einen Onepager von einer Website mit Unterseiten?

Bei einem Onepager stehen die wesentlichen Informationen hintereinander auf einer Seite: Angebot, Leistungen, Betrieb, Arbeitsbeispiele und Kontakt. Menüpunkte springen häufig zu Abschnitten derselben Seite. Eine Adresse wie /#leistungen verweist auf eine solche Sprungmarke. Der Teil nach dem Rautezeichen kennzeichnet eine Stelle im Dokument, keine zusätzliche HTML-Seite Quelle 1 .

Bei einer Website mit Unterseiten bekommt beispielsweise „Fassadenarbeiten“ eine eigene Adresse wie /fassadenarbeiten. Die Startseite gibt den Überblick; die Unterseite beantwortet die Fragen zu dieser Leistung. Impressum und Datenschutzhinweise werden bei beiden Varianten zusätzlich eingeplant.

Ein Onepager ist außerdem nicht automatisch eine Landingpage. Eine Landingpage hat ein konkretes Ziel, etwa Anfragen für ein bestimmtes Angebot. Sie kann auch eine einzelne Unterseite innerhalb einer größeren Firmenwebsite sein.

Ein Handwerksbetrieb, zwei mögliche Aufbauten

Nehmen wir einen fiktiven Malerbetrieb mit drei Mitarbeitern, der Privatkunden im eigenen Einzugsgebiet betreut. Dieses Beispiel beschreibt kein Kundenprojekt von Akuma Digital.

Variante A: Ein klarer Schwerpunkt

Der Betrieb möchte zunächst vor allem Anfragen für Innenanstriche bekommen. Interessenten möchten wissen: Welche Räume werden gestrichen? Wie läuft die Abstimmung ab? Welche Angaben braucht der Betrieb für ein Angebot?

Dafür könnte ein Onepager so aufgebaut sein:

  1. Innenanstriche und Einsatzgebiet verständlich vorstellen.
  2. Den Umfang mit passenden Arbeitsbildern erklären.
  3. Ansprechpartner und Betrieb kurz zeigen.
  4. Besichtigung, Angebot und Durchführung erläutern.
  5. Häufige Fragen beantworten und zur Anfrage führen.

Ein Interessent kann damit einen zusammenhängenden Überblick bekommen. Das Formular fragt zunächst nach Ort, Art der Räume und einer kurzen Beschreibung. Ob Fotos hochgeladen werden sollen, wird als eigene Funktion geplant.

Variante B: Mehrere eigenständige Leistungen

Derselbe Betrieb möchte zusätzlich Fassadenanstriche und dekorative Wandgestaltung ausführlich anbieten. Bei Fassaden geht es beispielsweise um Gebäude, Untergrund und Besichtigung; bei dekorativen Wänden um Oberflächen, Muster und gestalterische Wünsche. Ein einziger kurzer Leistungstext würde diesen Unterschieden kaum gerecht.

Hier würden wir eine Startseite mit drei verständlichen Einstiegen vorsehen: Innenanstriche, Fassadenarbeiten und Wandgestaltung. Jede Leistungsseite erhält passende Bilder, Antworten und einen Kontaktweg. Besucher können direkt das Angebot aufrufen, das sie interessiert. Eine gemeinsame Seite über den Betrieb muss dabei nicht auf jeder Leistungsseite wiederholt werden.

Die zusätzliche Struktur lohnt sich, wenn dafür tatsächlich eigene Inhalte vorhanden sind. Drei fast gleiche Texte mit ausgetauschter Überschrift bringen den Kunden wenig.

Entscheidungshilfe: So vergleichen Sie beide Varianten

Ihre Ausgangslage Onepager Mehrere Unterseiten
Ein Schwerpunkt, wenige wiederkehrende Fragen Gut als kompakter Einstieg geeignet Zunächst oft wenig zusätzlicher Nutzen
Mehrere Leistungen mit unterschiedlichen Fragen Wird bei ausführlichen Antworten schnell lang Jede Leistung kann für sich erklärt werden
Einzelne Angebote sollen direkt geteilt werden Sprunglink zu einem Abschnitt möglich Eigene Adresse mit eigenem Seiteninhalt
Wenig freigegebenes Bild- und Textmaterial Überschaubarer Start möglich Umfang an verfügbare Inhalte anpassen
Später sind Projektberichte oder Ratgeber geplant Ergänzung um Unterseiten möglich Eigene Bereiche lassen sich von Beginn an einplanen
Regelmäßige Pflege Weniger Seiten, aber Änderungen an der Gesamtseite Mehr einzelne Inhalte und Links im Blick behalten

Schreiben Sie zuerst Ihre drei wichtigsten Kundenfragen je Leistung auf. Wenn sich die Antworten deutlich unterscheiden, ist das ein guter Anlass, eigene Unterseiten zu prüfen.

Was ist auf dem Smartphone übersichtlicher?

Eine lange Seite kann auf dem Smartphone angenehm zu lesen sein. Sie braucht erkennbare Abschnitte und ein Menü, das zuverlässig zum gewünschten Inhalt führt. Wer bereits weiß, dass er eine Anfrage stellen möchte, sollte nicht erst alle Bilder durchscrollen müssen.

Mehrere Unterseiten brauchen wiederum verständliche Menüpunkte. „Innenanstriche“ sagt einem Kunden mehr als ein kreativer, aber unklarer Bereichsname. Auf der Leistungsseite sollte er erkennen, wo er sich befindet und wie er zu anderen Angeboten oder zur Anfrage gelangt.

Prüfen Sie den Entwurf deshalb mit drei konkreten Aufgaben am eigenen Handy:

  • Finden Sie eine bestimmte Leistung über das Menü, ohne sich vorher den ganzen Aufbau erklären zu lassen.
  • Öffnen Sie den Kontaktweg aus der Mitte der Seite und gehen Sie anschließend zurück.
  • Tippen Sie im Formular mit geöffneter Bildschirmtastatur. Bleiben Frage, Eingabe und Weiter-Schaltfläche erreichbar?

Bei Sprunglinks darf eine feste Kopfzeile die Zielüberschrift nicht verdecken. Bei beiden Varianten sollten Bilder zum Bildschirm passen und Bedienelemente beim Antippen an ihrem Platz bleiben. Die Seitenanzahl allein sagt über diese Qualität nichts aus.

Onepager und SEO: Welche Unterschiede sind relevant?

Ein Onepager ist nicht grundsätzlich ungeeignet für die Google-Suche. Mehrere Unterseiten garantieren ebenso wenig gute Platzierungen. Google beschreibt eine nachvollziehbare Ordnung, verständliche Inhalte und passende Seitentitel als sinnvolle Grundlagen; eine automatische Spitzenposition ergibt sich daraus nicht Quelle 2 .

Bei getrennten Leistungen bieten eigene Unterseiten mehr Raum für eine gezielte Erklärung und einen passenden Titel. Unsere Empfehlung für den fiktiven Malerbetrieb wäre deshalb: Fassadenarbeiten auf einer eigenen Seite ausführlich behandeln, sobald dieses Angebot ein eigenständiger Schwerpunkt wird.

Sprungmarken ändern daran nichts: /#fassade ersetzt keine eigenständige Leistungsseite. Google unterstützt URL-Fragmente im Allgemeinen nicht als Grundlage für getrennte Seiteninhalte Quelle 3 . Die Inhalte des Onepagers können trotzdem erfasst werden; es entstehen durch mehrere Menüanker nur keine zusätzlichen eigenständigen Seiten.

Jede neue Unterseite sollte eine echte Frage beantworten können. Eigene Beispiele, fachlich geprüfte Angaben und ein passender nächster Schritt gehören deshalb in die Planung, bevor zusätzliche Adressen entstehen.

Klein starten und später erweitern

Sie können mit einem Onepager beginnen und später Leistungsseiten oder Projektberichte ergänzen. Vereinbaren Sie dafür vorab, wie neue Seiten angelegt werden können und wer Navigation, Texte und Bilder pflegt. Ob dafür zusätzliche Arbeit am bestehenden Aufbau nötig ist, hängt von der gewählten Umsetzung ab.

Beim Ausbau kann die Startseite als Überblick erhalten bleiben und auf die neuen Inhalte verweisen. Müssen bestehende Seitenadressen geändert werden, werden passende Weiterleitungen und aktualisierte interne Links benötigt. Google empfiehlt für solche Umzüge eine Zuordnung der bisherigen zu den neuen URLs Quelle 4 .

Wenn Sie erst noch entscheiden, wie eine eigene Website zu Ihren anderen Kanälen passt, hilft unser Beitrag über Website, Instagram und Google-Unternehmensprofil.

Welchen Umfang sollten Sie beauftragen?

Vergleichen Sie Angebote anhand der enthaltenen Arbeit: Welche Inhalte werden ausgearbeitet? Welche Seiten und Funktionen entstehen? Wer liefert fachliche Informationen und Bilder? Ein aufwendig gestalteter Onepager kann mehr Arbeit verursachen als mehrere schlichte Unterseiten.

Bei Akuma Digital beginnt eine Basis-Website ohne individuelle Zusatzfunktionen ab 1.000 Euro netto. Daraus folgt keine feste Anzahl an Seiten; der konkrete Umfang wird im Angebot festgelegt. Welche Positionen beim Vergleich zählen, erläutert unser Beitrag zu den Kosten einer Website für kleine Unternehmen.

Mit unserer Website-Briefing-Checkliste können Sie Ihre Leistungen, Inhalte und offenen Fragen vorbereiten. Unter Websites für Unternehmen finden Sie den Überblick; mehr zum Aufbau mit Leistungsunterseiten steht bei unseren Firmenwebsites.

Beschreiben Sie uns, was Ihr Betrieb anbietet und welche Anfragen Sie erhalten möchten. Gemeinsam legen wir fest, welcher Aufbau dafür sinnvoll ist.

Passende Website für Ihren Betrieb besprechen.

Häufige Fragen

Ist ein Onepager für einen kleinen Handwerksbetrieb ausreichend?

Das kann passen, wenn der Betrieb ein überschaubares Angebot für eine klare Kundengruppe vorstellt. Brauchen mehrere Leistungen unterschiedliche Erklärungen, Bilder und Antworten, sind eigene Unterseiten oft sinnvoll. Entscheidend sind die Kundenfragen und die verfügbaren Inhalte.

Ist eine Website mit mehreren Unterseiten bei Google automatisch besser?

Nein. Mehrere Seiten ermöglichen eigenständige Inhalte und passende Seitentitel für unterschiedliche Leistungen. Eine gute Platzierung folgt daraus nicht automatisch. Auch ein Onepager kann gefunden werden. Struktur und Inhalt müssen zum tatsächlichen Angebot passen Quelle 2 .

Kann ich einen Onepager später um Unterseiten erweitern?

Grundsätzlich ja. Der Aufwand hängt davon ab, wie die Website gebaut wurde. Neue Seiten, Navigation und Inhaltspflege sollten bei der Planung angesprochen werden. Falls bestehende URLs geändert werden, müssen passende Weiterleitungen und interne Links berücksichtigt werden Quelle 4 .

Sind Onepager immer günstiger als Websites mit mehreren Seiten?

Nein. Der Aufwand hängt auch von Gestaltung, Texten, Bildern und Funktionen ab. Vergleichen Sie deshalb den vereinbarten Leistungsumfang. Die Basis-Website bei Akuma Digital beginnt ab 1.000 Euro netto; damit ist keine feste Seitenzahl zugesagt.

Sind Onepager und Landingpage dasselbe?

Nein. Onepager beschreibt einen Aufbau, bei dem wesentliche Informationen auf einer Seite stehen. Eine Landingpage dient einem bestimmten Angebot und Kontaktziel. Sie kann ein Onepager sein oder als eigene Unterseite zu einer größeren Website gehören.

Quellen und weiterführende Informationen

  1. MDN Web Docs: URI fragment – Sprungmarken innerhalb eines Dokuments
  2. Google Search Central: Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung
  3. Google Search Central: Best Practices für die URL-Struktur
  4. Google Search Central: Websiteverschiebungen mit URL-Änderungen