Glossar

Regelbasierte Automatisierung

Regelbasierte Automatisierung verarbeitet Eingaben nach ausdrücklich formulierten Bedingungen und erzeugt bei gleichen Voraussetzungen dasselbe Ergebnis.

Fachlich geprüft · Stand 31. August 2026

Was bedeutet Regelbasierte Automatisierung?

Regeln eignen sich für stabile, überprüfbare Entscheidungen: Pflichtfelder validieren, Beträge gegen Grenzen prüfen, einen Status zuordnen oder einen Vorgang anhand einer eindeutigen ID weiterleiten. Verhalten und Testfälle lassen sich direkt aus den Bedingungen ableiten.

KI ist eher dort hilfreich, wo Sprache, Bilder oder variierende Muster interpretiert werden müssen. Häufig ist eine Kombination sinnvoll: Ein Modell erzeugt einen Vorschlag, feste Regeln prüfen Mindestanforderungen und riskante Fälle gehen in eine menschliche Freigabe. Damit bleibt die Prozessgrenze sichtbar.

So zeigt sich der Begriff im Arbeitsalltag

Ein Supportprozess ordnet Nachrichten zunächst per KI einer Kategorie zu. Eine feste Regel verhindert jedoch jede automatische Vertragsänderung. Ist die Zuordnung unsicher oder betrifft sie einen gesperrten Vorgangstyp, wird ein Mensch eingeschaltet.

Worauf Sie konkret achten sollten

  • Deterministische Regeln werden bevorzugt, wenn Kriterien vollständig formulierbar sind.
  • Jede Regel besitzt verständliche Testfälle und einen benannten Eigentümer.
  • KI-Ausgaben gelten als Vorschlag, wenn ihre Schwankung fachlich relevant ist.
  • Grenzen zwischen Regel, Modell und menschlicher Entscheidung sind dokumentiert.

Offizielle Quellen

Die Definition wurde anhand der folgenden offiziellen Dokumentationen, Standards oder amtlichen Informationen eingeordnet. Die konkrete Umsetzung hängt vom jeweiligen System und Anwendungsfall ab.

  1. NIST AI Risk Management Framework
  2. Object Management Group: Decision Model and Notation (DMN)