Glossar

Digitale Barrierefreiheit

Digitale Barrierefreiheit bedeutet, Websites und Anwendungen so zu gestalten, dass Menschen sie mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Hilfsmitteln nutzen können.

Fachlich geprüft · Stand 31. August 2026

Was bedeutet Digitale Barrierefreiheit?

Barrieren entstehen beispielsweise durch fehlende Tastaturbedienung, unsichtbaren Fokus, unbeschriftete Felder, unverständliche Fehlermeldungen, unzureichenden Kontrast oder Inhalte, die nur visuell vermittelt werden. Semantisches HTML bildet die Grundlage, weil Browser und assistive Technologien daraus Rollen, Namen und Beziehungen ableiten.

Die WCAG ordnen Anforderungen nach Prinzipien und Erfolgskriterien. Eine Prüfung kombiniert automatisierte Werkzeuge mit manuellen Tests, etwa per Tastatur, Screenreader und verschiedenen Zoomstufen. Welche gesetzlichen Pflichten gelten, hängt von Angebot, Betreiber und Zeitpunkt ab und sollte im konkreten Fall aktuell geprüft werden.

So zeigt sich der Begriff im Arbeitsalltag

Ein Buchungsformular ist visuell verständlich, aber Auswahlkarten lassen sich nur anklicken. Echte Schaltflächen, sichtbarer Fokus, programmatisch verknüpfte Beschriftungen und verständliche Fehlermeldungen machen denselben Ablauf auch per Tastatur und Screenreader nutzbar.

Worauf Sie konkret achten sollten

  • Alle Funktionen sind per Tastatur erreichbar und der Fokus bleibt sichtbar.
  • Bedienelemente besitzen verständliche Rollen, Namen und Zustände.
  • Formulare verbinden Beschriftungen, Hinweise und Fehler programmatisch.
  • Automatische Prüfungen werden durch manuelle Nutzungstests ergänzt.

Offizielle Quellen

Die Definition wurde anhand der folgenden offiziellen Dokumentationen, Standards oder amtlichen Informationen eingeordnet. Die konkrete Umsetzung hängt vom jeweiligen System und Anwendungsfall ab.

  1. W3C: Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2
  2. Gesetze im Internet: Barrierefreiheitsstärkungsgesetz