Glossar

Rollen und Berechtigungen

Ein Rollen- und Berechtigungskonzept legt fest, wer in einer Anwendung welche Daten sehen und welche Handlungen ausführen darf.

Fachlich geprüft · Stand 31. August 2026

Was bedeutet Rollen und Berechtigungen?

Rollen bündeln typische Verantwortlichkeiten, etwa Kunde, Sachbearbeitung oder Administration. Berechtigungen beschreiben die konkreten Aktionen und Datenzugriffe. Eine Anwendung muss beides bei jeder geschützten Anfrage serverseitig prüfen; eine ausgeblendete Schaltfläche im Browser ist keine Zugriffskontrolle.

Das Prinzip der geringsten Rechte bedeutet, dass ein Konto nur die Zugriffe erhält, die es für seine Aufgabe wirklich benötigt. Wichtig sind außerdem der Lebenszyklus einer Rolle, die Trennung kritischer Funktionen, eine nachvollziehbare Vergabe und der schnelle Entzug nicht mehr benötigter Rechte.

So zeigt sich der Begriff im Arbeitsalltag

In einem Kundenportal darf ein Kunde ausschließlich Dokumente seines eigenen Unternehmens sehen. Die Sachbearbeitung kann neue Dokumente bereitstellen, aber keine Rollen ändern. Nur eine gesonderte Administration darf Zugriffe vergeben und muss dabei jede Änderung nachvollziehbar protokollieren.

Worauf Sie konkret achten sollten

  • Rollen werden aus realen Aufgaben statt aus Organigramm-Bezeichnungen abgeleitet.
  • Jeder geschützte Zugriff wird serverseitig am konkreten Objekt geprüft.
  • Kritische Rechte sind getrennt und nicht standardmäßig vergeben.
  • Eintritt, Rollenwechsel, Vertretung und Austritt sind als Prozesse definiert.

Offizielle Quellen

Die Definition wurde anhand der folgenden offiziellen Dokumentationen, Standards oder amtlichen Informationen eingeordnet. Die konkrete Umsetzung hängt vom jeweiligen System und Anwendungsfall ab.

  1. NIST SP 800-63B: Authentication and Authenticator Management
  2. OWASP Authorization Cheat Sheet