Glossar

Webhook

Ein Webhook ist eine HTTP-Nachricht, die ein System bei einem Ereignis aktiv an eine vorher festgelegte Empfängeradresse sendet.

Fachlich geprüft · Stand 31. August 2026

Was bedeutet Webhook?

Statt regelmäßig nach neuen Daten zu fragen, informiert ein Webhook den Empfänger unmittelbar über ein Ereignis, etwa eine bestätigte Zahlung oder einen neuen Termin. Die Nachricht enthält typischerweise eine Ereignis-ID, einen Typ, einen Zeitpunkt und die für die Weiterverarbeitung nötigen Daten oder Referenzen.

Der Empfänger muss Herkunft und Unversehrtheit nach dem Verfahren des sendenden Dienstes prüfen. Zeitstempel, eindeutige Ereignis-IDs und eine begrenzte Gültigkeit helfen gegen wiederholte Zustellungen. Weil Sender bei Zeitüberschreitung häufig erneut senden, sollte die Annahme schnell bestätigt und die eigentliche Arbeit zuverlässig nachgelagert werden.

So zeigt sich der Begriff im Arbeitsalltag

Ein Zahlungsanbieter meldet eine erfolgreiche Zahlung. Der Endpunkt prüft Signatur, Zeitfenster und Ereignis-ID, speichert die Annahme und bestätigt sie. Erst danach aktualisiert ein Hintergrundprozess den Auftrag. Eine wiederholte Nachricht mit derselben ID verändert den Auftrag nicht erneut.

Worauf Sie konkret achten sollten

  • Signatur und Zeitfenster werden nach der offiziellen Anbieter-Dokumentation geprüft.
  • Ereignis-IDs verhindern doppelte fachliche Wirkungen.
  • Die Annahme antwortet schnell; längere Verarbeitung läuft entkoppelt.
  • Fehlgeschlagene Zustellungen, Wiederholungen und manuelle Nacharbeit sind sichtbar.

Offizielle Quellen

Die Definition wurde anhand der folgenden offiziellen Dokumentationen, Standards oder amtlichen Informationen eingeordnet. Die konkrete Umsetzung hängt vom jeweiligen System und Anwendungsfall ab.

  1. IETF RFC 9421: HTTP Message Signatures
  2. OWASP API Security Project